Hausarztpraxis Dr. Biedermann

Praxis

Ein „Landbader“ stellt seine Ordination vor:

Im Dezember 1996 übernahm ich die Kassenstelle von meinem hochgeschätzten Vorgänger, dem leider inzwischen verstorbenen MR Dr. Alfred Pongratz. Ihm verdanke ich einen gelungenen Start und als „Zuagraster“ wertvolle Tipps und Informationen.

Auch die Gemeinde ist mir stets ein fairer und entgegenkommender Partner gewesen, ich hatte von Beginn an das Gefühl, hier willkommen und aufgenommen zu sein. Das Ordinationsteam besteht aus vier ausgebildeten Ordinationsassistentinnen, eine davon ist meine Frau, die neben ihrer täglichen Arbeit die vollständige Organisation sowie die finanztechnische Aufbereitung und Abwicklung leistet, einer Reinigungsfachkraft und meiner Person. Außerdem – die Ordination hat den Status einer Lehrpraxis – werden regelmäßig Famulanten (Studenten der Medizin) und Turnusärzte (fertige Ärzte am Weg zum „jus practicandi“, also der Befähigung, völlig selbständig zu arbeiten) ausgebildet und beschäftigt.

Unsere Ordination war und ist eine normale schulmedizinische Allgemeinpraxis mit Zugang und Verständnis für Alle. Dass dabei im Umgang mit unseren Patienten kein Platz für weiße Mäntel und Fachlatein ist, war anfangs vielleicht ungewöhnlich, wird aber, wie ich glaube, allgemein positiv aufgenommen.

Ich wünsche mir, Ratgeber und im besten Fall auch Heiler über lange Zeiträume zu sein und zufriedene Patienten, die die Praxis mit dem Bewusstsein verlassen, auch etwas erhalten zu haben, sind unser höchstes Ziel. Da mögen noch so viele neunmalkluge Ökonomen den „Hausarzt“ als überholt betrachten, wir wollen den Weg, den unsere Patienten anerkennen, unbeirrt fortsetzen!

Dieser Beruf, der weit mehr als ein „Job“ ist, fordert täglich Anteilnahme, Konzentration und die Bereitschaft, lebenslang zu lernen. Leider wird er oft unterschätzt und der Wunsch von Politik und Wirtschaft, die Medizin zu kontrollieren und mit Bürokratie am Arbeiten zu hindern führt zu den bekannten Auswüchsen: 10 Minuten für Verwaltung und Dokumentation und 5 Minuten für den Patienten sind oft unumgängliche Realität. Dadurch entstehen Wartezeiten und Unmut, die nicht an den Assistentinnen ausgelassen werden sollten.

Im Bezirk Graz-Umgebung sind wir Allgemeinmediziner in der glücklichen Lage, eine 24-Stunden- Versorgung anbieten zu können. Dazu einige erklärende Worte:

Außerhalb der Ordinationszeiten sollten nur Notfälle unsere Dienste in Anspruch nehmen. Die Erklärungen „Sie haben ja eh Dienst“ oder „Ihr Telefon war da besetzt“ höre ich weniger gerne. Dies gilt natürlich auch für Feiertage und Wochenenden. Ein weiteres Anliegen: vor Facharztbesuchen (auch Frauen-Augen-Urologie-Kinder-Fachärzte) bitte immer einen Überweisungsschein holen. Ohne diesen bekommen wir keine Befunde.

Genug der Wünsche!

Abschließend mein Lieblingszitat – viele meiner Patienten kennen es - „Der alte Arzt spricht Latein, der junge Arzt spricht Englisch, der gute Arzt spricht die Sprache der Patienten“